047Haus Steuerwald, Neubadstrasse 71, Basel
045Kindergarten, Krippe und Hort, Aarau Rohr
042Shou Sugi Ban Haus, Magden
041Kulturzentrum Kaserne, Basel
040Parkhaus, Murten
039Buszentrum ASM, Herzogenbuchsee
037Sporthalle Oberfeld, Langnau i.E.
035Kinder- und Jugendpsychiatrie , Basel
034Sporthalle und Aula Hagen, Altdorf
033Magnolienpark, Basel
031Alterszentrum AZOM, Lenzburg
029Präparatorien und Werkstätten, Basel-Stadt
028Altwiesenstrasse, Zürich-Schwamendingen
026Naturmuseum, St. Gallen
025Alterswohnungen , Arlesheim
024centre scolaire DOSF, Fribourg
022Haus Brenneisen, Riehen
019Alterswohnungen Obesunne, Arlesheim
018Fachhochschule Nordwestschweiz, Olten
017Ecole et salle de sport, Châtel-St-Denis
016Feuerwehr Forsthaus-West, Bern
015Ausbildungszentrum Rohwiesen, Zürich
012Erweiterung Schulanlage, Oberkirch (LU)
010Festhütte, Amriswil
009Oberstufenzentrum, Weinfelden
007Sporthalle, Au
006Primarschule Lindefeld, Burgdorf
005Ecole des Metiers (EMFFR), Fribourg
003Landhofareal, Basel
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TEAM:
Mathias E. Frey Architekten ETH.SIA
Kurt Ramseyer, Bauingenieur ETH/USIC

AUFTRAGGEBER:
Dr. Michael Steuerwald

IDEE:
Ein bürgerliches Reihenhaus von den Architekten Bräunig, Leu und Dürig aus dem Jahre 1933 soll den veränderten Bedürfnissen angepasst werden: Die enge, alte Küche, die früher von einer Köchin bedient wurde sowie die unisolierte, jedoch beheizte Veranda stehen zur Disposition:
Im ehemaligen, schmalen Esszimmer wird eine neue Wohnküche eingebaut und die Veranda mit einem Ersatzneubau zu einem grosszügig verglasten Garten-Wohnzimmer transformiert. Der Eingriff stärkt die Typologie des Hauses, so dass die bedienenden Räume aller Geschosse zur Neubadstrasse und die Wohn- und Schlafräume zum Garten orientiert sind.

Die Terrasse vor dem Wohnzimmer wurde angehoben und mit einem Holzbelag versehen, so dass Wohnzimmer und Terrasse als grosszügige räumliche Einheit wahrgenommen werden.
In Anlehnung an die ehemals feingliedrigen Fenster der alten Veranda wurde im neuen Wohnbereich eine um die Ecke gezogene Festverglasung eingebaut, die dem neuen Wohnraum eine unerwartete Weite verleiht.
Im Erdgeschoss erhielt die zur Strasse orientierte Haushälfte einen durchgehenden Natursteinboden aus grossen Jurakalkplatten, der Garderobe, Eingangshalle, Windfang und Küche zusammenbindet. Die neue Materialisierung präzisiert damit im die räumliche Struktur des Hauses.
Der Umbau erfolgte mittels 3 Etappen in bewohntem Zustand.
Projektwettbewerb

TEAM:
Tomaz Ulaga, Ulaga und Partner Bauingenieure AG ETH/USIC
Karine Grand, grandpaysage Landschaftsarchitektur

AUFTRAGGEBER:
Kreisschule Buchs-Rohr

IDEE:
Ein klarer, einfacher Eingriff soll zur Stärkung der Situation beitragen: Die drei Kindergärten und die FuSTA werden in einem zweigeschossigen Quadrat mit derselben Kantenlänge wie die bestehende Turnhalle untergebracht: Letztere erhält damit quasi einen 'jüngeren Bruder' zur Seite gestellt, womit die ortsbauliche Lage aufgewertet wird: Kindergarten, FuSTA, Turnhalle und der Lindenplatz bilden einen räumlichen Dreiklang als Gegenüber der Kirche und Schulanlage. Die zwei Nutzungen Kindergarten und Krippe/Hort (FuSTA) sind kompakt in einem zweigeschossigen Hofhaus organisiert: Im Erdgeschoss gruppieren sich die drei Kindergärten und ihre Aussenräume 'zentrifugal' um einen kleineren Lichthof. Der Zugang, die Garderoben und der Hauptraum stehen mit der Loggia in engem Bezug zum Umschwung, während die Gruppenräume zu konzentriertem Arbeiten um einen gemeinsamen 'Werkhof' einladen. Das einfache, flügelartige Layout bietet offensichtliche Vorzüge: Jede Kindergartengruppe ist dreiseitig belichtet, verfügt über individuelle Zugänge und Garderoben sowie gut besonnte, kontrollierbare, individuell oder gemeinsam nutzbare Aussenräume. Dank der flexiblen Gliederung des 'inneren Rings' mit den Gruppen- und Materialräumen können diese auch von den jeweils benachbarten Kindergärten genutzt werden, so dass trotz der zentrifugalen Ausrichtung der Haupträume auch eine interne Verbindung möglich ist. Die schaltbaren Gruppenräume um den 'Werkhof' erweitern damit das Spektrum an Unterrichtsmöglichkeiten. Hort und Krippe sind um einen umlaufenden Erschliessungs- und Spielbereich mit einem grossen 'hängenden' Gartenhof angeordnet. Dieser 'hortus conclusus' bietet einen dentitätsstiftenden Aussenraum für die Krippe und charakterisiert das Obergeschoss als eher 'zentripetale' Anlage. Die ringförmige Erschliessung um den Hof animiert zum Spielen und Herumrennen.
Energetische Sanierung, Umbau und Erweiterung

TEAM:
Mathias E. Frey Architekten ETH.SIA
Urs Wanner, EglinRistic Ingenieure AG
Beat Joss, Beat Joss & Partner, Ingenieure für Gebäudetechnik

AUFTRAGGEBER:
Organizers Schweiz GmbH

IDEE:
Ausgangslage ist eine Liegenschaft aus dem Jahre 1970, dessen Sockelgeschoss 2002 mit einem Büroanbau erweitert wurde. An einem sonnigen Südhang gelegen, ist das Haus prädestiniert für die aktive und passive Nutzung von Sonnenenergie: Die Ölheizung wird ersetzt durch eine Wärmepumpe, die vom Strom der Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach angetrieben wird. Dank dem Abbruch des Öltanks können Grundriss, Erschliessung und Adresse optimiert werden: Eine zentrale, offene Treppe an der Nordfassade verbindet die beiden Ebenen und leitet Licht in das hangseitge Erdgeschoss. Die intimeren Bereiche (Schlafen und Wellness) gliedern einen fliessenden Raum mit Wohnen, Essen, Küche und Arbeitsbereich.
Massnahmen wie die Verlängerung der Hofmauer, die Integration der Dachentwässerung, die Typisierung der Fenster etc. zielen darauf ab, die bis dato heterogene Situation zu beruhigen und mit der Erweiterung der Parkierung und den ortseitig auskragenden Dächern die horizontalen Proportionen des Hauses zu unterstreichen.
Mit dem vergrösserten Querschnitt der Aussenwand werden die Fensteröffnungen neu interpretiert: Grosse Festverlasungen rahmen die Aussicht. Lüftungsklappen hinter Perforationen der Holzschalung berücksichtigen den Einbruchschutz und die tiefen Leibungen erweitern die Nutzfläche mit bewohnbaren Fenstern.
Bestimmend für die Materialisierung ist die vollflächige Eindeckung des Daches mit dunkel schimmernden Fotovoltaik-Modulen. Die karbonisierte Holzschalung (jap: Shou Sugi Ban) differenziert Dach und Obergeschoss gegenüber dem helleren Sockel mit der Büronutzung. Dank der dunklen Farbe integriert sich das grosse Bauvolumen dezent in Topographie und Vegetation.
Projektwettbewerb, 5. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey Architekten ETH.SIA
Tomaz Ulaga, Ulaga und Partner Bauingenieure AG ETH/USIC
Karine Grand, grandpaysage Landschaftsarchitektur

VERANSTALTER:
Städtebau & Architektur, Hochbauamt Basel-Stadt

IDEE:
Die Neuprogrammierung des Hauptbaus bietet die Chance, zusammen mit der Instandsetzung und Erdbeben-Ertüchtigung eine räumliche Verbindung zwischen Kasernenplatz und Rheinpromenade zu etablieren. Der kastell- und festungsartige Charakter der ehemaligen Kaserne sträubt sich jedoch gegen die proklamierte 'grosszügige Öffnung' oder gar 'Durchbruch' zum Rhein. Ebenso reibt sich die anvisierte öffentliche und kulturelle Nutzung an der strammen Architektur der militärischen Vorgängernutzung. Heute verhindert ein geschlossener Sockel eine Orientierung der Kaserne zum Aussenraum. Aufgrund fehlender öffentlicher Nutzungen und Wegverbindungen ist der Kasernenplatz bislang im Gegensatz zur Kasernenwiese eine wenig attraktive Sackgasse. Mit einer Öffnung von Sockel- und Erdgeschoss über die gesamte Breite zwischen den Türmen initiiert der Vorschlag eine Transformation des Hauptbaus zu einem kommunikativen öffentlichen Gebäude. Der stadträumlich reizvolle Gegensatz von gefasstem Kasernenplatz und offener Rheinterrasse bleibt indes erhalten. Vorteilhaft für die nächtliche Nutzung des Kasernenplatzes ist die emmissionsgeschütze Lage. Symmetrie, Rhythmus, Struktur und Massivität des Hauptbaus und der Anlage werden bewusst respektiert: Eine breite Freitreppe zwischen Mittelrisalit und Nordturm verbindet die beiden Aussenräume und Niveaus. Mit einer ruhigen - eben stoischen - Kolonnade wird diese selbstverständlich in die Gesamtform eingebunden. Herzstück ist eine zweigeschossige, zum Rhein hin orientierte Halle mit einer für Basel einzigartigen Gastronomiekultur. Neben der Rheinhalle bedient eine Buvette Flaneure auf dem Niveau der Rheinpromenade. Der urbane, breit vernetzte Arbeitsnomade trifft sich in der konsumzwang-freien 24h-offenen Wifi-Work-Lounge im Erdgeschoss. Flankierende Wegverbindungen aktivieren die Anbauten und Seitenflügel: Beim Südflügel führt das geöffnete Portal über eine erhöhte Terrasse vor dem Bistrôt Colonel zu einer Aussentreppe. Im angrenzenden Nordflügel profitiert eine weitere trendige Bar von der lebhaft frequentierten Flaniermeile. Eine velotaugliche Rampe verbindet im Stallhof den Platz mit dem Klingentalgraben. Das Konzept verstärkt die Klarheit der gewachsenen räumlichen Figur, indem störende Nebenbauten entfernt und die Konturen der Gebäude respektiert werden. Trotzdem wird das Areal durchlässig und über drei zusätzliche Verbindungen optimal mit dem urbanen Kontext vernetzt.

Das heutige Kasernenareal erzählt eine Geschichte der Transformationen: Neue Nutzungen eigneten sich die bestehenden Vorgängerbauten an, oder ersetzten und interpretierten diese neu. Bemerkenswert ist, dass die umgebaute - schon seit dem 17. Jh von Soldaten genutzte ehemalige Klosterkirche - heute das einzige vermerkte Schutzobjekt auf dem Areal darstellt.
Dass das Kasernenareal der Gründerzeit (1860-1863) ohne gravierende Veränderungen 150 Jahre überstanden hat, zeugt von einer bemerkenswerten Resistenz und offensichtlicher Brauchbarkeit. Dies verlangt einen respektvollen Umgang mit dem ehrwürdigen Ensemble. Wesentliche Aspekte für die langfristige Nutzung - und damit für den Erhalt der Anlage - sind die zentrale und prominente Lage am Rhein und die flexible Programmierung der unprätentiösen, neutralen Räume. Eine hohe Wertschätzung geniesst die Anlage dank dem grossen, vielseitig nutzbaren Kasernenplatz. Der festungsartige Charakter unterbindet jedoch eine Interaktion der Erdgeschosse mit dem Aussenraum und verhindert die seit langem ersehnte räumliche Verbindung mit der Rheinpromenade. Für den Substanzerhalt der Anlage ist neben einer die Gesamtanlage berücksichtigenden Instandsetzung auch die langfristige Nutzbarkeit und die verbesserte stadträumliche Einbindung entscheidend. Der strukturelle Eingriff fokussiert auf die Öffnung der beiden Erdgeschosse: Die Transformation ist für den Betrachter jedoch erst auf den zweiten Blick erkennbar: Der neue Sockel orientiert sich bezüglich Gliederung, Proportion, Rhythmus und Material am Bestand. Eine schnörkellose, präzise Ausführung differenziert diesen jedoch vom neogotischen Zierrat. Einfache, massive Stützen aus rotem, sandgestrahlten Beton und Kratzputz bieten Durchblicke und ebenerdige Zugänge - verankern den Hauptbau aber nach wie vor am Boden: Mit der Kolonnade wird der massive, murale Chrarakter der Kaserne beibehalten, jedoch neu interpretiert.
Die erforderlichen Massnahmen zur Erdbebenaussteifung erfolgen mit der 'inneren Verstärkung' der Türme. Deren wehrhafter Charakter wird damit noch unterstrichen. Der Aufgabenstellung angemessen und der Realisierbarkeit zuträglich ist weder eine spektakuläre Geste noch eine spezifische, zeitgemässe Formensprache. Ziel ist vielmehr eine adäquate, dauerhafte Transformation der Kaserne zu einem lebendigen öffentlichen Haus, das für die nächsten Generationen auch ein Kulturzentrum beherbergen kann. Nicht die Architektur steht damit im Zentrum der Aufmerksamkeit - diese dient viel mehr als entspannte (eben stoische..) aber auch elegante Kulisse für ein sich fortwährend erneuerndes kulturelles Programm.
Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Helmuth Pauli, zpf. Ingenieure AG
Karine Grand, grandpaysage Landschaftsarchitektur

VERANSTALTER:
Gemeinde Murten

PROGRAMM:
Parkhaus mit 300 Parkplätzen an städtebaulich sensibler Lage nahe der historischen Altstadt

IDEE:
Die geneigte Situation wird als Chance genutzt, das Parking zur Hälfte im Terrain einzulassen und damit natürlich zu belichten und zu belüften. Hangseitig erscheint dieses nur als Dachrand - zum Kreisel fasst die Struktur zusammen mit der alten Turnhalle und dem ehemaligen Friedhof eine grosszügige Eingangssituation für die automobilen Gäste Murtens. Wie eine schützende Hand wölbt sich ein hängender Dachrand aus Spritzbeton über die allseitig offene Rampenstruktur. Die mit dem gleichen Material ausgekleidete Nagelwand der Baugrube wird sichtbar belassen. Die ringförmige ‚Auto-Arena‘ steht ohne Umfassungswände in der Vertiefung. Sich gegenseitig ergänzend spannen Dach und Vertiefung einen Raum für die Rampenspiralen auf: Das Parking wird so weniger als Haus oder Volumen denn als tektonische Verwerfung wahrgenommen. Vom Kreisel aus wird das Parking direkt und unterirdisch erschlossen. Die flachen Rampen sind als Doppelhelix ausgebildet und sind zugleich Parkflächen mit Einbahnverkehr. Von der Einfahrt führt die erste Rampe ein halbes Geschoss tiefer, wechselt dann über das Wasserbecken auf die gegenüberliegende Seite und steigt anschliessend jeweils in einer Drehung (180°) über zwei Geschosse (rote Pfeile). Zuoberst führt eine Brücke über den Scheitelpunkt und in zwei Umdrehungen wieder zur Ausfahrt (blaue Pfeile). Auf halber Strecke bietet ein ‚bypass‘ die Möglichkeit einer Abkürzung. Das Biotop im Zentrum der Anlage unterstützt die Absorption von CO2, sammelt, reinigt und versickert das Oberflächenwasser. Das allseitig offene Parking damit keine geschlossenen Fluchttreppenhäuser und nur ein Minimum an Haustechnik.
Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey Architekten ETH.SIA
Stefan Schneider, RAPP infra AG, Verkehrsplanung
Helmuth Pauli, zpf. Ingenieure AG
Michael Soom, Geotest AG, Geologie/Meteorwasser

VERANSTALTER:
Aare Seeland Mobil AG

PROGRAMM:
Budepot für 45 Linienbusse, Reparaturzone, Waschanlage, Tankstelle, Werkstätten, Lager, Garderoben, Schulungseinrichtungen, Büros

IDEE:
Auf dem oberen, flacheren Teil der Parzelle gelegen, lässt neue Buszentrum zur Eisenbahnstrasse eine grössere, zusammenhängende Fläche frei für die Retention, eine Erweiterung oder eine Drittnutzung. Die volumetrische Gliederung reflektiert die Nutzung: Ein dreigeschossiges ‚Rückgrat‘ verbindet die Einstellhalle mit der Reparaturzone. In Grundriss und Schnitt abgestuft, wird das grosse Bauvolumen und masstäblich in die Umgebung eingepasst. Ãœber eine zentrale, übersichtliche Einfahrt umfahren die Busse die kompakte Anlage im Uhrzeigersinn. Der peripheren Lage und der Nutzung entsprechend, fahren Mitarbeiter und Besucher über die zentrale Rampe zum Parkplatz auf das Dach der Busgarage. Der Eingang im Schwerpunkt der Anlage öffnet dem Eintretenden einen spektakulären Blick in die grosse Reparaturhalle. Im Obergeschoss sind Empfang, Garderoben und die Schulungsräume angeordnet. Von hier finden die Mitarbeiter auf direktem Weg in die Busgarage oder in die Werkstätten mit der angrenzenden Reparaturzone. Die Büros des administrativen Personals liegen an attraktiver Lage im obersten Geschoss. Wechselnde Ein- und Aussichten bietet der geschossweise versetzte lineare Korridor. Dank der Abstufung der Einstellhalle im Schnitt erfordert die Erstellung nur geringfügige Terrainveränderungen. Eine Betonplatte mit lokalen Vertiefungen zur Integration der technischen Infrastruktur wie Treibstofftank, Spaltanlage und Stempellifte dient als Fundament. Darauf steht ein modularer, vorfabrizierter Stahlbau mit einem durchgehenden Rastermass von 2.50 m. Gemäss den thermischen Anforderungen der Nutzungsbereiche wird das Buszentrum mehr oder weniger gedämmt und mit grossformatigen Metall-Paneelen verkleidet. Trotz unterschiedlichem Fassadenaufbau wird so zusammen mit den Sektional-Toren ein grosszügiges, einheitliches Erscheinungsbild erreicht: Wie eine Karosserie spannt sich das Raster der Paneele um die Anlage und bindet die unterschiedlichen Nutzungen und Baukörper zu einer Grossform zusammen.
Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Helmuth Pauli, zpf. Ingenieure AG

PROGRAMM:
Dreifach-Wettkampfsporthalle mit Zuschauertribünen

IDEE:
Die Sporthalle bildet den Auftakt für die Gliederung des Areals in vier Quadranten mit unterschiedlicher Nutzung, Oberflächen und Topografie. Neue Weg-verbindungen schaffen eine bessere Vernetzung der Allmend innerhalb des Quartiers. Die Setzung an der nördlichen Hanghälfte nutzt das Gefälle und lässt die horizontalen Flächen für die Allmend frei. Die gewellte, zeichenhafte Dachlandschaft erinnert an die Topographie im Emmental und integriert das grosse Volumen in die kleinteilige Umgebung.
Tribünen, Treppen und Sitzstufen folgen dabei dem Hang. Zu den Einfamilienhäusern entlang der Lindenstrasse zeigt sich die Halle als eingeschossiger Flachbau - zu der alten Turnhalle und dem Spielfeld als einladendes, öffentliches Gebäude. Die Hanglage erlaubt die Anordnung von separaten Zugängen auf zwei Niveaus: Damit werden Sportler und Zuschauer klar getrennt. Die Dachlandschaft mit Oberlichtern folgt der statisch optimierten Form der Hallenträger: Zusammen mit der schräg gestellten Druckstütze bildet die hangseitige Abspannung eine Art Kran: Die Raumschicht im Norden mit den Garderoben wird dabei als Gegengewicht eingesetzt. Zwischen ‚Kran‘ und den südlichen Fassadenstützen liegt ein einfacher Balken mit (nur) 25 m Spannweite. Konstruktionshöhe, Materialaufwand und Trägerlänge können damit reduziert werden.
Wettbewerb 2012, 4. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Helmuth Pauli, zpf. Ingenieure AG
Beat Joss, Hermann & Partner Energietechnik GmbH
Christian Müller, muellerundschmidt, Landschaftsarchitekten GmbH

VERANSTALTER:
Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt, Hochbauamt

PROGRAMM:
Drei Pflegestationen, Ambulatorium, Schule und Ergotherapie, Verwaltung, Integration in die denkmalgeschützte Parkanlage

IDEE:
Der modulierte Baukörper formuliert eine individuelle Adresse an der Friedrich-Miescher-Strasse und zieht die vorhandenen Grenzen in die Gliederung der Aussenräume mit ein. Das vierflügelige Haus stuft sich zur pavillonartigen Bebauung der psychiatrischen Klinik ab und sucht in der Massstäblichkeit den Bezug zum Bestand und zur aufgewerteten neuen Erschliessungsachse. Gleichwohl markiert die feingliedrige, warme Haptik des Neubaus Eigenständigkeit: Zur nördlichen Erschliessungsachse zeichnet die Vorfahrt mit urbanerem Aufenthaltsbereich eine öffentliche Institution ohne Klinikcharakter. Gegen Süden verzahnen sich die zweigeschossigen Wohnbereiche über die raumhaltige Fassade mit dem Park. Das Abdrehen der Gebäudeflügel definiert individuelle Aussenräume und verbindet die Innenräume mit dem Grünraum: So vermittelt das Haus Offenheit und Transparenz und rahmt gleichwohl geschützte, geborgene Gärten mit vielfältigen Erlebnismöglichkeiten. Die räumliche Gliederung und Nutzungsverteilung reagiert sowohl auf die Anforderung nach einem kompakten, organisatorisch einfachen Bauvolumen und bietet dennoch kindergerechte, differenzierte Aussen- und Innenräume.
Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Helmuth Pauli, zpf. Ingenieure AG
Stefan Graf Ingenieure ETH.SIA für Energie
Christian Müller, muellerundschmidt Landschaftsarchitekten GmbH

VERANSTALTER:
Gemeinde Altdorf / Uri

PROGRAMM:
Ersatzneubau der Turnhallen und Aula mit einer Dreifachhalle, Neuorganisation der Aussenanlagen

IDEE:
Mit dem Ersatzneubau bietet sich nun die Gelegenheit, die Schulanlage mit einem neuen Zentrum aufzuwerten und damit die Gemeindeschulen besser an den öffentlichen Raum anzubinden: Ein Geschoss vom Pausenplatz abgehoben, markiert die Aula einen neuen Zugang gegenüber der reformierten Kirche. Die breite Esplanade ist Vorfahrt und Treffpunkt für Schüler und Publikum. Entlang der Turnhalle führt sie unter einen grossen gedeckten Platz. Mittig auf dieser neuen Weg- und Sichtverbindung liegt das Foyer zu Turnhalle und Aula. Im Schnitt sind Turnhalle und Aula um je eine Ebene zum Foyer versetzt: Dadurch entsteht eine volumetrische Gliederung, die das Bauvolumen massstäblich in das Quartier einpasst. Die schwebende Aula mit dem gedeckten Platz differenziert die beiden Pausenplätze der Primarschule und der Oberstufe. Angelpunkt der Projektidee ist die wechselseitige Verwendung der Nutzungsbereiche: Vom zentralen Foyer führt eine breite Treppe direkt in die Turnhalle - parallel dazu leitet der Aufgang zur erhabenen Aula im piano nobile. Küche, Anlieferung, Warenaufzug und Materialraum bedienen simultan Turnhalle und Aula. Die konstruktive Ausbildung richtet sich nach den unterschiedlichen räumlichen Bedingungen der beiden Baukörper: Bei der versunkenen Turnhalle formt eine aussenliegende Holzkonstruktion mit V-Stützen eine raumhaltige Fassade mit Sitzgelegenheiten und ermöglicht im Innenraum eine flächenbündige Ausbildung. Die Auskragung der Aula erfolgt über einen umlaufenden Korb aus einem Stahl-Fachwerk. Als Gegengewicht dient der zweigeschossige Betonkern mit den Nebenräumen - eingespannt im unterirdischen Garderobentrakt. Die komplementären konstruktiven Systeme werden über eine umlaufende, abstrahierende Fassadenbeschichtung zu einer plastischen Figur zusammengebunden.
Studienauftrag


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Andreas Nyfeler, FNP Architekten SIA
Pascal Gysin, pg Landschaften

VERANSTALTER:
Helvetia Versicherungen, Frau C. von Schönau

PROGRAMM:
Ersatzneubauten mit 235 gehobenen Mietwohnungen im Gellertquartier. Verdichtung unter Berücksichtung des alten Baumbestands und möglicher Etappierung

IDEE:
Die Konstellation von liegenden Park-Häusern und einem Hochhaus erlaubt einen schonungsvollen Umgang mit dem wertvollen Baumbestand: Privilegiertes Wohnen im neuen Magnolienpark bietet erhabene Ruhe in unmittelbarer Nähe zu den alten Baumriesen sowie ungehinderte Aussicht mit weiten Perspektiven über die Stadt und ins Grüne. Die polygonalen, gefalteten Park-Häuser unterstützen den solitären Charakter der Bauten, gliedern Volumen und Fassaden und ermöglichen zusammenhängende grosszügige Freiflächen. Die Stellung der Häuser richtet sich nach dem Baumbestand, respektiert in der Masstäblichkeit die zwei Villen und bezieht sich auf die fragmentierte Zeilenstruktur des Quartiers aus den 50er Jahren. Die Adressbildung erfolgt in Anlehnung an die Vorfahrten der zwei Gründerzeit-Villen über eine Parkstrasse sowie ein Netz von Rundwegen. Die grösseren Familienwohnungen in den Flachbauten profi tieren von einem direkten Bezug zum Park und die individuellen Apartments im Hochhaus richten sich auf die einzigartige Aussicht. Die exklusiven und individuellen 2- bis 3-Zimmer-Apartments im Hochhaus besitzen dank dem überhohen Bereich mit Küche, Essbereich und Loggia eine überraschende vertikale Dimension: Das Prinzip generiert auf 3 Geschossen 12 unterschiedliche Layouts mit mehrseitigen Aussichten. Der Sockel des Hochhauses umfasst günstigere Geschosswohnungen mit zuschaltbarem Separatzimmer z. B. für Selbstständigkeit im Rentenalter, Gästezimmer, etc.
Projektwettbewerb, 3. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Christian Müller, Heike Schmidt, muellerundschmidt Landschaftsarchitekten GmbH

VERANSTALTER:
Verein für Alterswohnheime Lenzburg

PROGRAMM:
Ersatzneubau mit 7 Pflegewohngruppen a 14 Einzelzimmer, Sozial- und Therapiebereiche, Administration, Ver- und Entsorgung, altersgerechte Umgebungsgestaltung

IDEE:
Der gefaltete Baukörper gliedert das grosse Volumen und schafft massstäbliche Aussenräume mit abwechslungsreichen Aufenthaltsqualitäten. Die Vorfahrt zum Altersheim auf dem Niveau der Bachstrasse - der neue Mühleplatz - ist ein lebendiger Ort der Begegnung. Auf der oberen Ebene des Mühlewegs öffnet sich das Alterszentrum zu einem ruhigen Quartierpark. Der Wohn- und Pfl egebereich ist um zwei Kerne organisiert. In der Mitte finden sich die Wohn- und Essräume sowie die Gruppenleitung. An den Rändern sind die Individualbereiche in übersichtlichen Einheiten zusammengefasst. Von den Ankunfts- und Aufenthaltsbereichen über die kurzen Korridore mit den Türnischen hin zu den Bewohnerzimmern steigert sich der Grad an Privatheit. Der Grundriss erlaubt abwechslungreiche Rundgänge mit vielen Ausblicken in die nähere und weitere Umgebung. Gute Sichtbeziehungen und kurze Wege garantieren für eine gute Orientierung und einen effizienten, Ressourcen schonenden Betrieb. Besonderen Bedeutung haben die Aussenräume der Pflegegeschosse: Hohe, gut proportionierte und witterungsgeschützte Loggien ermöglichen spannende räumliche Beziehungen über mehrere Geschosse. Den BewohnerInnen erhalten so die Möglichkeit, am Leben des jeweils darunter und darüber liegenden Geschosses teilzunehmen. Diese eingezogenen Aussenräume belichten die tiefen Gebäudequerschnitte. Über die grossen Loggien werden die beiden markanten Anhöhen mit dem Schloss und der Kirche auf dem Staufberg eingefangen. Der Wechsel des Tageslichts und die vier Himmelsrichtungen sind so für die BewohnerInnen erlebbar.
Direktauftrag nach Projektstudie und Honorarsubmission 2009


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Peter Werder, fwp Bauingenieure AG
Andreas Fankhauser, E-Plan Elektroingenieure AG
Beat Joss, Hermann + Partner Ingenieure für Gebäudetechnik
Vito Festa, Festa Engineering GmbH, Sanitäringenieure

AUFTRAGGEBER:
Architektur & Städtebau, Hochbauamt Basel-Stadt

PROGRAMM:
Um- und Ersatzneubau mehrerer denkmalgeschützer Altstadtliegenschaften im historischen Kern Basels Präparatorien mit Mazerations- und Sezierraum, Hautkonservierung, sep. Anlieferung via Trottoirlift, Hygienezone mit Ex-Schutz-Bereich und Labors, Werkstätten mit Schreinerei, Malerei und Schlosserei; Büros für Verwaltung, Garderoben und WC-Anlagen

IDEE:
Grundlage des Entwurfs war eine umfassende baugeschichtliche Analyse der gotischen Altstadthäuser am Schlüsselberg. Letztere wurden in der Vergangenheit mehrmals umgebaut und umgenutzt. In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege ist die ursprüngliche räumliche Struktur unter Berücksichtigung der hochinstallierten Nutzung wieder hergestellt worden. Die luftigen, dank den Oberlichtern hellen Räume in den ehemaligen Höfen grenzen sich klar von den kleinteiligeren Strukturen der Bürgerhäuser ab und verstärken deren Lesbarkeit. Mit grosser Sorgfalt wurde die Haustechnik praktisch unsichtbar in den Kontext integriert. Die neue Fassadengestaltung gewährt dem Passanten Einblicke hinter die Kulissen des Museums und verhilft dem Schlüsselberg so zu neuem Leben.
Präqualifikation/Projektwettbewerb, 3. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Christian Müller, muellerundschmidt Landschaftsarchitekten GmbH
Werner Waldhauser, Waldhauser Haustechnik AG

VERANSTALTER: Hochbauamt der Stadt Zürich, Graphis Bau- und Wohngenossenschaft

PROGRAMM:
115 Genossenschaftswohnungen: 26 x 2.5-Zi Whg; 42 x 3.5-Zi Whg; 38 x 4.5-Zi Whg; 8 x 5.5-Zi Whg; 1 x 6.5-Zi-Whg; Gemeinschaftsraum, Budget: ca. CHF 45‘000‘000.00

IDEE:
Das neue Ensemble verwebt sich mit der bestehenden Gartenstadt Schwamendingens und schafft zugleich
eine zeitgemässe Identität vorstädtischen Wohnens. Die teppichartige Freifl ächenstruktur des Schwamendinger Dreiecks bleibt erhalten, wobei die charakteristischen Durchblicke differenzierter und die Aussenräume
eindeutiger gestaltet werden: Das für die Zeilenbauten der 50er Jahre typische Abstandsgrün macht Platz für eine Abfolge von Wegen. Gärten und Plätzen, die in Schnitt und Grundriss eine Hierarchie von öffentlichen zu privaten Räumen ausbilden. Analog zu den bestehenden Zeilenbauten sind auch die 4 bis 5-geschossigen Neubauten aus abgestufen, leicht zu einander versetzten Häusern komponiert. Der geringe Versatz und das Layout der Grundrisse gewähren jedoch auch Blicke diagonal durch die Häuser hindurch. Die Abstufung der grossen Volumen berücksichtigt die Masstäblichkeit des Ortes sowie den Rythmus entlang der Quartierstrassen. Benachbarte Aussenräume und Fusswege werden in die neue Siedlung hinein- und weitergeführt. Auf hohe Anzahl an 2.5 + 3.5 Zi-Wohnungen (60%) reagieren die Häuser mit einer Variation des über-Eck- Wohnens: ‚Durchwohnen‘ über-Eck ermöglicht auch kleineren Wohnungen eine mehrseitige Orientierung bei gleichzeitig optimierten Erschliessungsflächen. Auf dem stets gleichen Prinzip basierend, entwickeln sich die unterschiedlichen Wohnungstypen um einen zentralen, Z-förmigen Wohn- und Essraum. Attraktive Wohnsituationen ergeben sich an den Schnittstellen der Häuser: Je eine Wohnung springt vom einen zum anderen Haus und generiert so spannende diagonale Blickbezüge von innen und aussen. Das Erdgeschoss-Wohnen mit Gartenausgang wird ergänzt durch die Dachwohnungen mit eigenen - für die Zürcher Peripherie typischen - Pflanzgärten: Die Idee der Gartenstadt wird damit - trotz gesteigerter Bebauungsdichte - um eine Dimension erweitert. Eine umlaufende Fassadenstruktur aus massiven, vorfabrizierten mineralischen Elementen verleiht den Häusern Resistenz und Plastizität. Das kräftige Relief der Struktur aus vorfarbrizierten Elementen wird ergänzt durch hölzerne Fenster und Schiebeläden, welche an die quartiertypischen Schlagläden erinnern.
Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Thomas Nussbaumer, Architekt
Jürg Maier, Walther Mory Maier Bauingenieure AG
Werner Waldhauser, Waldhauser Haustechnik AG

VERANSTALTER:
Hochbauamt St. Gallen

PROGRAMM:
1750 m2 Ausstellungsflächen, Kurs- und Vortragsräumen, Foyer, Mediothek, Verwaltung, Ateliers, Depots und einem Erlebnispark

IDEE:
Der Ort ist geprächt durch die Lage an der Schnittstelle der Ausfallachse Rorschacherstrasse und der Autobahnüberdeckung. Dieser Übergang von Stadt zu Agglomeration wird von der Monumentalität der Kirche St. Maria Neudorf akzentuiert. Auf diese heterogene Situation reagiert der Projektvorschlag mit einer prägnanten städtebaulichen Grossform, die das neue Naturmuseum mit der Kirche zu einer übergreifenden öffentlichen Anlage zusammenbindet. Der topographische Einschnitt der Ausfallachse wird damit über die Autobahn verlängert und zusätzlich betont. Aus dieser Horizontalität entwickelt sich das Naturmuseum und bildet ein städtebauliches Pendant zur aufstrebenden Masse der gegenüberliegenden Kirche. Ein grosszügiger Freiraum spannt sich zwischen diesen beiden öffentlichen Institutionenen auf, der in seiner ‚Künstlichkeit’ die Autobahnüberdeckung thematisiert und für das Museum erlebnisreiche Aussenflächen bietet. Als umlaufende Wellenlinie gestaltete Dachlandschaft verweist die diagonale Ausrichtung auf die Richtung der Autobahn; die Verglasung der Sheds leitet sich aber auch von den Gewächshäusern des Botanischen Gartens ab. Die Diagonale bietet eine gleichmässige, blendfreie natürliche Belichtung der Museumsräume und auf den südorientierten Flächen eine optimale Besonnung der Photovoltaikanlage. Die Erschliessung über das Erdgeschoss auf demNiveau der Plattform ermöglicht ein vom Verkehr abgehobenes Foyer auf dem ‚Piano Nobile’. Von hier aus entwickeln sich die Ausstellungsräume in das Ober- und Sockelgeschoss.
Wettbewerb 2007, 1. Preis, Ausführung 2008 - 2009


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
ARGE mit muellermueller. Architekten, Ueli Müller
Fahrni & Breitenfeld Landschaftsarchitekten

AUFTRAGGEBER:
Stiftung Obesunne Arlesheim

PROGRAMM:
74 Alterswohnungen, Büros Spitex, Pflegebad, Autoeinstellhalle
GF 8700 m2, NGF 7‘000 m2
Volumen SIA 116 30‘000 m3
Volumen SIA 416 26‘500 m3
BKP 1-9 CHF 19‘000‘000.00

IDEE:
Das bestehende wurde Alters- und Pflegeheim wurde in den letzten Jahren umfassend saniert und zu einer Grossform zusammengebunden. Das Projekt sucht den Dialog mit diesem Konglomerat und orientiert sich bewusst nicht an der feinkörnigen, dispersen Struktur der unmittelbaren Umgebung.
Eine zweite Grossform folgt der Topographie, deren rythmisierte Bewegung bindet diese jedoch masstäblich in das Quartier ein. Die neuen Alterswohnungen und das bestehende Heim werden
zu einer ortsbaulichen Einheit.
Grosse Durchbrüche im Baukörper markieren die Eintritte, bilden Durchgänge und ermöglichen
spannende Blickbeziehungen in Nord-Süd-Richtung.
Die geschickte Einbettung in den Hang erlaubt zwei Erdgeschosse: Auf dem unteren Niveau liegen die Haupteingänge – auf der oberen Ebene bieten gemeinschaftliche
Terrassen Ausblick auf die Juraketten.
Die grossen Durchbrüche geben jedem Geschoss eine eigene Prägung und unterstützen die mehrseitige Belichtung und Orientierung der Wohnungen.
Proportional zu der Attraktivität der Wohnungen steigert sich die geschossweise Anzahl der
Wohnungen: Das untere Niveau umfasst 11 Wohnungen,
das durchgehende oberste Niveau mit
der besten Aussicht beherbergt 23 Wohnungen.
Küche und Nassraum gliedern als serielle Elemente auf einfache Weise die Wohnung in die Bereiche Entrée, Wohnen und Schlafen.
Aus Gründen von Kosten- und Energieeinsparungen wurden die im Wettbewerb vorgesehenen Loggien mit den Küchen zu einem neuartigen Raumtypus namens ‚Cuggia‘ - belichtet mit einem grossen Schiebefenster
- uminterpretiert.
Mittels Schiebetüren lassen sich die Räume zu einem fliessenden Raum zusammenschliessen. Vielfältige Blickbeziehungen entlang der Fassade oder diagonal
durch die Wohnung verleihen dieser trotz der bescheidenen Abmessungen Grosszügigkeit.
Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Helmuth Pauli, zpf. Ingenieure AG
August Künzel, Künzel Landschaftsarchitekten

VERANSTALTER:
Etat de Fribourg

PROGRAMM:
Neues Schulzentrum mit 24 Klassenzimmern, Spezialräumen, 3 Sporthallen, Aula und Aussenanlagen

IDEE:
Die bestimmenden räumlichen Merkmale des Ortes an der Kreuzung mit der Avenue Jean-Bourgknecht sind neben der nach Südosten abfallenden Hanglage, dem Baumbestand und dem Solitär der Ecole du Jura das ’Grand Ensemble’ entlang der Avenue du Général Guisan. Als horizontales Gegenüber der drei Scheibenhochhäuser orientiert sich die neue Anlage an dessen Ausrichtung. Um die Lesbarkeit der Parkanlage zu erhalten und das Bauvolumen massstäblich zu gliedern, wird das Raumprogramm in zwei Bereiche aufgeteilt: Ein zweigeschossiges Sockelgebäude erstreckt sich vor der Ecole du Jura bis zur Avenue Général Guisan. Das darüber schwebende Volumen schliesst die Schul- und Parkanlage gegen Westen hin ab. Zwei konträre Raumwelten ermöglichen spezifische Orientierungen, Ausblicke, Lichtverhältnisse und Raumhöhen. Die Klassenzimmer im dreigeschossigen Reitergebäude sind Ost-West orientiert und durch Ihre Höhenlage vom Strassenlärm geschützt. Das freie Zwischengeschoss ist Ort der Ankunft mit Foyer, Administration und Lehrerbereich und findet mit dem Mensapavillon einen Abschluss des Plateaus gegen Westen. Als Piano Nobile und Kommunikationsplattform verbindet dieses die Aussenräume. Die Atéliers, die Spezialräume, der Informatik- und Medienbereich sowie die Sporthallen verteilen sich horizontal in der Hoflandschaft.
Studienauftrag 2007, 1. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekt ETH.SIA
Benjamin Theiler, Architekt ETH.SIA
Tivadar Puskas, WGG Schnetzer Puskas Bauingenieure AG

AUFTRAGGEBER:
Dominique und Pascal Brenneisen

PROGRAMM:
Doppeleinfamilienhaus mit 5 Geschossen, Aufzug, Einstellhalle, Pool und Gartenhaus

IDEE:
Ein grosszügiges Raumprogramm verlangte auf der schmalen, gegen Süden steil abfallenden Parzelle nach einer individuellen Ausbildung des Baukörpers, um sowohl die kleinmassstäbliche Nachbarbebauung wie auch die grossartige Aussicht zu berücksichtigen. Das Doppelhauses ist auf 6 Ebenen um einen zentralen Aufzug organisiert. Um innerhalb dieser Schichtung vielfältige Aufenthaltqualitäten mit jeweils unterschiedlichen Aussichten zu gewähren, sind die Geschosse unterschiedlich ausgeblidet: Das Wohngeschoss spannt sich als horizontaler Schnitt zwischen das Hanggeschoss und den Dachkörper: Als Hauptebene vermittelt es zwischen den beiden Orientierungen des Grundstücks und ermöglicht als freie Aussichtsplattform einen spektakulären Rundumblick in den Landschaftsraum. Stützenfrei überspannt der Dachkörper das Wohngeschoss. Die Lasten werden über die Treppen und die Wohnungstrennwand auf die unteren Geschosse abgetragen. Das Haus erschliess sich mit dem Auto über die Tiefgarage oder zu Fuss über die darüberliegenden Eingangshallen. Lage und Aussicht bleiben dem Besucher zuerst verborgen. Erst bei Ankunft mit dem Aufzug im Wohngeschoss eröffnet sich der Weitblick nach Basel und zum Pool mit Partylaube und Sonnendeck.
Projektwettbewerb 2007, 1. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
muellemueller. Architekten BSA

VERANSTALTER:
Stiftung zur Obesunne Arlesheim

PROGRAMM:
76 betreute Alterswohnungen, neue Erschliessung und Umgebungsgestaltung des Areals

IDEE:
Das bestehende wurde Alters- und Pflegeheim wurde in den letzten Jahren umfassend saniert und zu einer Grossform zusammengebunden. Der Projektvorschlag sucht den Dialog mit diesem Konglomerat und orientiert sich bewusst nicht an der feinkörnigen, dispersen Struktur der unmittelbaren Umgebung. Eine zweite Grossform folgt der Topo-graphie, deren rythmisierte Bewegung bindet diese jedoch masstäblich in das Quartier ein. Die neuen Alterswohnungen und das bestehende Heim werden so zu einer ortsbaulichen Einheit. Grosse Durchbrüche im Baukörper markieren die Eintritte, bilden Durchgänge und ermöglichen spannende Blickbeziehungen in Nord-Südrichtung. Die Einbettung in den Hang erlaubt zwei Erdgeschosse: Auf dem unteren Niveau liegen die Haupteingänge – auf der oberen Ebene bieten gemeinschaftliche Terrassen Ausblick auf die Juraketten. Die grossen Durchbrüche geben jedem Geschoss eine eigene Prägung und unterstützen die mehrseitige Belichtung und Orientierung der Wohnungen. Küche, Loggia und Nassraum gliedern als serielle Elemente die Wohnung in die Bereiche Entrée, Wohnen und Schlafen. Mittels Schiebetüren lassen sich die Räume zu einem fliessenden Raum zusammenschliessen. Vielfältige Blickbeziehungen entlang der Fassade, durch die Loggia oder diagonal durch die Wohnung verleihen dieser Grosszügigkeit.
Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey dipl. Architekten ETH.SIA
Benjamin Theiler, Architekt ETH.SIA
Matthias Schmidlin, Schnyder und Tobler Bauingenieure
L. Mülli, Gruner Brandschutzingenieure

VERANSTALTER:
Kantonales Hochbauamt Kanton Solothurn

PROGRAMM:
Etappierbare Hochschulanlage mit Kern der Fachhoschule Nordwestschweiz auf dem ehemaligen Areal der ehemaligen Areal der vonRoll

IDEE:
Mit einer offenen Konstellation grosser, kräftiger Häuser und einem zentralen Hauptgebäude werden vielfältige Sichtbezüge von beiden Seiten der Stadt her eröffnet. An die Verzweigung Bern - Zürich - Biel positioniert, unterstreicht der Neubau Oltens Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt. Der zeichenhafte Einschnitt auf halber Höhe ist nicht nur ‚brand’, sondern bindet das mächtige Gebäude zusammen mit den Erweiterungsbauten in den Kontext der Umgebung ein. Das zentrale Hauptgebäude verleiht dem linearen Campus der Hochschule eine eindeutige Mitte und eine spannungsvolle Massstäblichkeit. Der neue Kern der Fachhochschule Nordwestschweiz an prominenter Lage verdient einen markanten Auftritt mit hohem städtebaulichem und architektonischen Identifikationspotiential. Das Mittelgeschoss umfasst neben Mediothek, Skylounge auch eine spektakuläre Terrasse als Pausen- und Kommunikationsbereich. Das Zentrum des Wissens ist somit auch das räumliche Zentrum der Hochschule. Dessen gevoutete Fassade rahmt die Juraketten und eröffnet einen einmaligen Blick über die Stadt Olten. Als Pendant zu den beiden ‚freien‘ Ebenen bestimmt eine einfache, übersichtliche Struktur die Unterrichtsgeschosse. Diese ermöglicht, den tiefen Grundriss über die Fassade zu belichten. Alternierend angeordnete Korridorenausweitungen verleihen den Arbeits- und Besprechungzonen jeweils eigene Aussichten. Die Fassade aus Weissbeton sucht den Dialog mit den Kirchtürmen der Altstadt, den Wohnhochhäusern an den Ausfallachsen, den Silos im Norden und der Geologie der angrenzenden Juraketten.
Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Matthias Schmidlin, dipl. Ing. Bauingenieur ETH.SIA

VERANSTALTER:
Association des communes pour le CO de la Veveyse et al Commune de Châtel-St-Denis

PROGRAMM:
Dreifachsporthalle mit Foyer und Küche, Primarschule mit 6 Klassenzimmern und 2 Kindergärten als 2. Etappe

IDEE:
Die Schul- und Sportanlage wird als einfaches Geviert in die bestehende Topographie zu intarsiert. Von den umliegenden Anhöhen betrachtet, offenbaren sich die Neubauten als zeichenhaftes Relief in der Landschaft. Die horizontalen, unterschiedlich begrünten Flächen des Reliefs binden die Anlage als künstliche Felder in die Umgebung ein. Der Realisierung durch zwei Bauherrschaften in zwei Etappen steht der Wunsch nach einer kohärenten Anlage gegenüber. Darauf reagiert das Konzept mit einer spezifischen Setzung von Sporthalle und Schule: Die diagonal versetzte Anordnung der Volumen in Situation, Grundriss und Schnitt eröffnet vielfältige Durchblicke zu beiden Seiten des Tals. Räumlicher Schwerpunkt der Anlage ist der überdeckte Pausen- und Eingangsbereich, welcher die beiden Programmteile verbindet. Die drei bebauten Quadranten des Gevierts weisen eine ihrer jeweiligen Nutzung und ihres Massstabs entsprechende Struktur auf: Boden und Wände der Halle werden in Ortbeton errichtet. Im Bereich der Verglasungen sind die Stützen statisch in die Wandscheiben eingespannt. Die Hallenträger und die Decke aus Holz sorgen für ein angenehmes Raumklima und eine günstige Akustik. Im Garderobentrakt sind lediglich die Längswände und die Fassaden tragend. Dies erlaubt eine flexible Unterteilung in Längsrichtung für Anpassungen an spätere Bedürfnisse. Um die wechselseitige Erschliessung und die zweiseitige Belichtung der Primarschule zu ermöglichen, werden die Querschotten sowie die Aussenwände im Obergeschoss tragend ausgebildet. Als geschosshoher Kastenträger überspannt das Obergeschoss den stützenfreien Pausenbereich.
Projektwettbewerb

PROJEKTPARTNER:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Benjamin Theiler, Architekt ETH.SIA
Matthias Schmidlin, Schnyder und Tobler Bauingenieure

VERANSTALTER:
Stadtbauten Bern

PROGRAMM:
Feuerwehrstützpunkt im Anschluss an die neue Kehrrichtverbrennung an der Peripherie Berns

IDEE:
Als gedrungene, kompakte Grossform bildet die Feuerwehr ein räumliches wie volumetrisches Pendant zum Supertanker der zukünftigen Kehrrichtverbrennung. Durch die Positionierung an der nordöstlichen Schmalseite der Lichtung entsteht ein grosser Freiraum zwischen den beiden Institutionen. Als räumlicher Schwerpunkt und Verbindungsglied der beiden Anlagen ist der Platz Bühne für die Ausbildungstätigkeiten und die Arbeit an den Fahrzeugen sowie grosszügiger Vorbereich. Die räumliche Einbettung der drei Hallen in den natürlichen Terrainverlauf erlaubt die Zusammenbindung der hohen Nutzungen unter einem gemeinsamen Horizont. Das komplexe Programm kann so in einem einfachen Baukörper kompakt organisiert werden. Das Raumprogramm wird in zwei Bereiche gegliedert: Die kleinteiligen Nutzungen mit dem Kommando und dem Aufenthalt Wache und den Büros bilden zusammen mit den eingeschossigen Höfen eine raumhaltige, tragende Konstruktion, die - einer porösen Waffel ähnlich – die darunterliegenden grossen Hallen stützenfrei überspannt.
Präqualifikation / Projektwettbewerb, 4. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Dietrich Lohmann, Lost Architekten BSA
Matthias Schmidlin, Schnyder und Tobler Bauingenieure

VERANSTALTER:
Stadt Zürich, Hochbauamt

PROGRAMM:
Umbau des bestehenden Zivilschutz-Zentrums und Erweiterung mit neuen Theorieräumen, Werkstätten, Einstellhallen und Sportanlagen zum Ausbildungszentrum des Bereichs Schutz und Rettung der Stadt Zürich

IDEE:
Der bestehende Altbau wird in einen Sockelbau entlang der Rohwiesenstrasse eingebunden, der die Werkstätten, Fahrzeuge und sowie die Sozialräume zusammenfasst und die praktische Ausbildung auf dem Areal vor neugierigen Blicken schützt. Mittig auf diesem raumgreifenden ‚Rückgrat‘ sitzt ein gläserner Kubus mit den Theorieräumen. Dieser verweist mit seiner Auskragung zur Rohwiesenstrasse hin auf den neuen zentralen Eingangsbereich. Das Foyer liegt an der Nahtstelle von Alt- und Neubau und bietet Ausblick auf den tieferliegenden Hof. Die Haupttreppe im Schwerpunkt der Anlage führt zu einer spiralförmigen Erschliessungsfigur, die jedem Theoriegeschoss eine eigene Adresse verleiht und spannungsvolle Ausblicke in die Umgebung gewährt. Die geschossweise alternierende Ausrichtung der Flure und Theorieräume ist Konsequenz eines konstruktiven Prinzips: Ein System mit Platten und Scheiben aus vorgespanntem Beton bildet neben vier in den Gebäudeecken liegenden Treppen das Tragsystem für die vertikalen Lasten. Nur wenige feste und tragende Elemente gewährleisten grosse Spannweiten und eine flexible Raumaufteilung. Der gläserne Quader verweist mit den blau abstrahlenden Erschliessungszone auf das Thema der Bauaufgabe: Ein blau leuchtender, spiralförmig ‚umlaufender‘ gläserner Kubus, der wie die rotierenden Signalleuchten auf den Einsatzfahrzeugen der Schutz- und Rettungsdienste eine Idee von dem vermittelt, was Sinn und Zweck der Baumassnahme sein wird.
Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Tivadar Puskas, WGG Schnetzer Puskas Bauingenieure AG

VERANSTALTER:
Gemeinde Oberkirch

PROGRAMM:
Schulhauserweiterung in 3 Etappen, 1. Etappe mit 6 Klassenzimmern, Gruppenräumen und Singsaal

IDEE:
Das öffentliche Zentrum Oberkirchs besteht aus einem Teil der Gesamtplanung von Fritz Metzger mit einer dominanten Kirche und einer ersten Gruppe von Schulbauten, die in der Folge partiell erweitert wurden. Mit dem geplanten dritten Schulhaustrakt soll das Ensemble ergänzt und als Ganzes aufgewertet. Der Neubau bildet einen markanten Baukörper am Ostrand der Gevierts und zeigt sich für den Ankommenden als Auftakt zum Schulareal. Zugleich schliesst er die Anlage gegen Osten hin ab. Das prägnante Volumen orientiert sich in seiner Ausrichtung und Volumetrie an den bestehenden Bauten und reagiert mit seiner Dachform auf die Hangsituation. Der Eingang und das Foyer liegen auf der mittleren Ebene und bilden so das räumliche Pendant zur Pausenhalle im bestehenden Trakt 1. Halbgeschossig versetzte Ebene schaffen ein Raumkontinuum, das sich vom Gartengeschoss mit den beiden Kindergärten bis zum hohen Singsaal entwickelt. Die leichte Ausdrehung zweier Fassaden im Grundriss und das geneigte Dach ergeben eine Art Kongruenz von Grundriss und Schnitt. Dies verleiht dem Haus eine starke räumliche Identiät und einen inneren Zusammenhalt. Die Treppenpodeste sind als Erweiterung des Klassenbereichs nutzbar: Diese aktivierbare Verkehrsfläche dient nicht nur als Garderobe sondern auch als Vorbereich zu den Klassenzimmern (z.B. für Ausstellungen). Die gestockte, tragende Betonfassade unterstreicht den monolithischen Charakter des Erweiterungsbaus. Die sehr grobe und klieselige Oberfläche macht das Gebäude als mit dem Untergrund verbundenes Haus wahrnehmbar.

Projektwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Dr. Josef Schwartz, Bauingenieur
Werner Waldhauser, Waldhauser Haustechnik AG
Peter Nerlich, Bühnenplan Nerlich

VERANSTALTER:
Gemeinde Amriswil (TG)

PROGRAMM:
multifunktionale Festhalle mit Bühne, Office, Foyer, Tiefgarage und Zentrumsgestaltung

IDEE:
Die Festhütte öffnet sich zu einem langgezogenen Aussenraum, der den Marktplatz mit der südlichen Parkanlage verbindet. Dieser neue Festplatz schliesst zusammen mit dem erweiterten und aufgewerteten ‚Baumgarten’ im Süden den Kreis öffentlicher Räume im Zentrum Amriswils. Die Lage des Foyer und des Hauptzugang zur Festhalle reagieren auf die Situation mit der stark befahrenen Kreuzung im Norden. Ein eingeschossiger Massivbau beherbergt das Foyer sowie sämtliche Nebennutzungen und ist Basis für die daraufliegende Holzstruktur. Diese fasst Bühne und Mehrzwecksaal in einem Raum zusammen, der nachts bei Veranstaltungen als helle Laterne leuchtet. Die umlaufende markante Struktur macht das Gebäude von allen Seiten als öffentlichen Bau mit seiner Funktion klar erkennbar. Einerseits grobdimensionierte Konstruktion, andererseits textile Wirkung: Gerade in diesem Spannungsfeld vermag die Halle so unterschiedliche Aktivitäten wie Tierausstellungen und klassische Konzerte zu beherbergen und wird ihrer Aufgabe als zentrales Gebäude im vielfältigen öffentlichen Leben Amriswils gerecht. Die massive jedoch lichtdurchlässige Holzwand erfüllt vielfältige Funktionen: Als Tragstruktur, (Vertikallasten und Aussteifung), Lichtfilter, Sonnenschutz, Wärmedämmschicht und Akustikwand gewährleistet sie auch einen Witterungsschutz. Aus vorgefertigten isolierten Holzelementen und dazwischenliegender Festverglasung bestehend, werden die Schichten in den Tragachsen biegesteif zusammengebunden (Vorspannung). Der aussen eher geschlossen wirkende Aufbau besteht aus einem archaisch anmutenden ‚Holzmauerwerk‘. Diese robuste und einfache Konstruktion wirkt im Innern jedoch feingliedrig und und verströmt eine beinahe feierliche Atmosphäre.
Projektwettbewerb, 3. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Tivadar Puskas, WGG Schnetzer Puskas Bauingenieure AG

VERANSTALTER:
Gemeinde Weinfelden (TG)

PROGRAMM:
zwei Einfach-Turnhallen mit Schulraumerweiterung in einer 2. Etappe

IDEE:
Die Schulanlage Thomas Bornhauser erstreckt sich in einem ruhigen Wohnquartier mit einer kleinteiligen dispersen Baustruktur. Vier bestehende Schulbauten sind typische architektonische Zeugen ihrer jeweiligen Epoche. Die neue Turnhalle versteht sich als weitere, in ihrem Ausdruck zeitgemässe Erweiterung, die den östlichen Abschluss der Schulanlage markiert. Der Baukörper setzt einerseits die Körnung der bestehenden Schulanlage fort, bezieht sich in der Höhe jedoch bewusst auf den Masstab des angrenzenden Sportfeldes und die mächtige katholische Kirche. Die Abstufung des Baukörpers gegen Norden sowie die allfällige Addition der Schulraumerweiterung orientieren sich an der Quartierstruktur. Die im Schnitt wechselseitige Erschliessung ermöglicht sowohl den Bezug zum ruhigen Grünbereich wie auch den Blick in die bewegte Welt der Sporthallen und eröffnet so innere und äussere Aussichten. Dieses alternierende Schnittprinzip wiederholt sich in ähnlicher Weise bei den Turnhallen: Die obere Halle ist von Norden belichtet, die untere Halle verfügt über eine gläserne ‚Brise Soleil‘, die die direkte Sonneneinstrahlung reduziert. In Analogie der bestehenden Schulbauten soll auch der Neubau als verputzer Massivbau ausgeführt werden. Der sehr grobe kieselhaltige Putz macht das Gebäude als mit dem Untergrund verbundenes Haus wahrnehmbar und antwortet mit seinem ausgeprägten plastischen Relief auf das Gegenüber der neobarocken Kirche. Die Erschliessungbereiche sind - ähnlich wie Auswaschungen in einem Felsen - einheitlich in lackiertem Sichtbeton gehalten; die Nebenräume hingegen werden farbig ausgekleidet.

Projektwettbewerb, 3. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
Tivadar Puskas, WGG Schnetzer Puskas Bauingenieure
Werner Waldhauser, Waldhauser Haustechnik AG

VERANSTALTER:
Gemeinde AU (SG)

PROGRAMM:
Dreifach-Sporthalle mit Aussensportanlagen im Dorfzentrum von AU (St. Galler Rheintal)


IDEE:
Das Dorfzentrum von Au umfasst eine lockere Gruppierung öffentlicher Bauten im Dreieck Hauptstrasse, Walzenhausenstrasse und Littenbach. In unterschiedlichen Ausrichtungen liegen Kirche, Kirchgemeindehaus, Primarschule und Mehrzwecksaal an einem zentralen parkähnlichen Raum. Angrenzende kleinere und grössere Plätze verweisen auf den öffentlichen Charakter dieser Bauten. Die neue Turnhalle wird als öffentlicher Bau in diesen Kontext gesetzt: Ein einfacher, klar definierter Körper begrenzt diesen Zentrumsraum gegen Norden. Er bildet das räumliche Pendant zur Kirche und bindet Mehrzweckhalle, Kirche, Kirchgemeindehaus und Primarschule räumlich zusammen. Durch die Lage am Hangfuss wird das Dach als 5. Fassade wahrgenommen: Die plastische Gestaltung der hangseitig orientierten Oberlichter lassen die grosse Fläche als Dachlandschaft erscheinen, die sich mit dem Horizont der Bergwelt verbindet. Nachts leuchten die wellenförmigen Lichter in das hangseitige Quartier. Das weiträumige Foyer ist einerseits erweiterte Zuschauertribüne, bietet sich aber auch für Anlässe, Veranstaltungen, Feste, Apéros an. Die Sporthalle wird damit Bestandteil des Dorfzentrums von Au. Die Dreifachhalle ist gegen Norden orientiert. Die Dachoberlichter ermöglichen eine gleichmässige und blendfreie natürliche Belichtung der Halle sowie einen Aussenraumbezug zum hangseitigen Quartier. In Anlehnung an die Umzäunung der Aussensportanlagen wird die Halle mit einem vorgehängten Metallgittergewebe umspannt. Dieses bietet sowohl Schutz vor Ballwurf und Vandalismus und durch die stossabsorbierende Ausbildung vermindert die Fassade zugleich die Verletzungsgefahr. Die weitgehend geschlossene Ausbildung der Fassade lässt den Körper monolithisch erscheinen und positioniert die Sporthalle als bedeutenden Teil der öffentlichen Bauten im Zentrum von Au.
Projektwettbewerb, 5. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
muellermueller. Architekten BSA
Tivadar Puskas, WGG Schnetzer Puskas Bauingenieure AG
Werner Waldhauser, Waldhauser Haustechnik AG

VERANSTALTER:
Stadt Burgdorf

PROGRAMM:
Primarschule mit 7 Klassenzimmern, Doppelkindergarten, Aussensportanlagen


IDEE:
Das Lindefeld erstreckt sich von der Gewerbeschule bis zum Regionalspital. Innerhalb dieser lockeren Gruppierung öffentlicher Nutzungen bildet die neue Primarschule einen in sich definierten Ort. Zusammen mit den zur Schule gehörenden Aussenräumen liegt das neue Geviert zwischen bestehender Gewerbeschule und Turnhalle und gliedert die Sportanlagen in zwei Bereiche. Alle befestigten Aussensportanlagen liegen entlang der zentralen Erschliessungsachse: Der grosszügige Grünraum entlang der Bahnlinie bleibt somit erhalten. Der flache Baukörper, der Kindergartenhof sowie der Pausenplatz sind als Intarsie in das Grün der Anlage eingelegt und durch feine Niveaudifferenzen von der Umgebung abgesetzt. Primarschule und Kindergarten werden in einem zweigeschossigen Gebäude zusammengefasst: Im Erdgeschoss befindet sich der Kindergarten und die der Allgemeinheit dienenden Räume der Primarschule wie Aula, Mehrzweckraum, Lehrerzimmer und Bibliothek. Der Hauptzugang der Schule führt in die zentral gelegene, beide Geschosse verbindende Halle. Dieses durch Shed-Oberlichter zenital belichtete Forum steht in einer direkten, räumlichen Beziehung zur Aula, welche bei Bedarf um den Hallenbereich erweitert werden kann. Eine sanft ansteigende Treppe führt zum ringartig angeordneten Klassenbereich. Die Zimmer sind einseitig belichtet und zusätzlich durch eine Verglasung mit der Halle verbunden. Dadurch sind unterschiedliche Lichtverhältnisse und vielfältige Sichtbezüge erlebbar. Die Gruppenbereiche sind sowohl den Klassenzimmern zugeordnet, als auch direkt von der Halle zu erreichen: Eine mehrfache Verwendung wird damit ermöglicht. Um das zentrale Forum gruppiert sich eine kommunikative, junge Gemeinschaft in einem überschaubaren Ort.
Projektwettbewerb, 2. Preis


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH. SIA
muellermueller. Architekten BSA
Tivadar Puskas, WGG Schnetzer Puskas Bauingenieure AG

VERANSTALTER:
Etat de Fribourg

PROGRAMM:
Neubau der Lehrwerkstätten am Rande des Plateau Pérolles;
Hauptnutzfläche ca. 8000 m2


IDEE:
Die neue Ecole des métiers begrenzt das Plateau Pérolles mit einem massiven Sockel und zwei Neubauten: Die erhöhte topographische Situation des Plateaus wird damit von der Route de la Fonderie spürbar und das Universitätsgelände erhält einen markanten Abschluss. Zusammen mit dem Sockel bilden die beiden gleich hohen Neubauten eine autonome Einheit und einen ruhigen Gegenpol zu der heterogenen Umgebung. Dazwischen spannen sie einen Aussenbereich für die EMFFR auf. Die administrativen sowie öffentlichen Bereiche bilden zusammen mit dem Platz ein grosszügiges räumliches Kontinuum. In den oberen zwei Geschossen des Schulgebäudes sind die Klassenzimmer paarweise um fassadenseitige Höfe organisiert. In Anbetracht der Lärmsituation, der Nordorientierung sowie der Nähe des bestehenden Institutsgebäudes ist das Zenitallicht hier willkommene Ergänzung zu der Orientierung gegen aussen. Ähnlich ist auch das grössere Werkstattgebäude strukturiert: Blendfreies Nordlicht erhält eine Aufwertung durch das Zenitallicht der vier innenliegenden Höfe, die den hinteren Bereich der Ateliers ausleuchten. Die grosszügige Erschliessung entlang der baumbestandenen Passage gegen Süden ist zugleich Aufenthalts- und Pausenbereich. Stehende Bänder aus Industrieglas überziehen die beiden Gebäudetrakte und erinnern an die Vergangenheit des Plateau Pérolles als ehemalige Waggonfabrik.
Städtebaulicher Ideenwettbewerb


TEAM:
Mathias E. Frey, Architekten ETH.SIA
muellermueller. Architekten ETH.SIA
Johannes Weber, Weber und Saurer Landschaftsarchitekten

VERANSTALTER:
Hochbau- und Planungsamt Basel-Stadt

PROGRAMM:
Städtischer Wohnungsbau mit öffentlichem Freiraum, ca. 20‘000 m2 Geschossfläche

IDEE:
Ziel des Eingriffs ist die Schaffung städtischer Wohnqualität in Verbindung mit einem grosszügigen und durchgehenden öffentlichen Freiraum, der den gesamten Projektperimeter umfasst. Zusammen mit Messeplatz und Rosentalanlage entsteht damit ein neues Zentrum für städtisches Leben in Kleinbasel.

Dem Konzept liegen drei Hauptpunkte zugrunde:

• Ausgehend von der bestehenden Stehtribüne wird der Freiraum mit leichtem Gefälle gegen Westen abgesenkt. Dies ermöglicht dem Eintretenden die Wahrnehmung des gesamten Areals.

• Die ergänzenden Nutzungen wie Bad, Fitness, Ateliers, Hort etc. liegen an der Peripherie, beleben den Freiraum und schaffen Distanz zu den privaten Gärten der Randbebauung.

• Die Wohnungen werden in schlanken transparenten 6-geschossigen Ketten über freiem Erdgeschoss organisiert. Die lockere Anordnung erzeugt die eine fliessende Wahrnehmung des städtischen Binnenraums. Der Blick durch die Loggien eröffnet interessante Querbezüge durch das gesamte Areal.